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Ergebnisse
1997 |
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Eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse der Befragung der
Kantonalparteien aus dem Jahr 1997 kann als Fact-Sheet heruntergeladen
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Fact-Sheet zu den Schweizer Parteien im Wandel (PDF-Datei, 100kb)
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Fact-Sheet zu den Schweizer Parteien im Wandel (RTF-Datei, 704kb)
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Nachfolgend nun noch die wichtigesten Ergebnisse auf einen Blick:
In der Schweiz gibt es rund 180 Kantonalparteien, die in rund 5'000
Lokalparteien untergliedert sind. Hinzu kommen unzählige Regional-,
Bezirks- und Stadtkreisparteien. Mit rund 80 Prozent stellen die vier
Bundesratsparteien den grössten Anteil an Lokalparteien.
Die Schweizer Parteien haben ca. 300'000 Mitglieder, davon entfallen
gegen 90'000 auf die FDP, 75'000 auf die CVP, 60'000 auf die SVP und
etwas weniger als 40'000 auf die SP. Was die Entwicklung der Mitgliederzahlen
anbelangt, so ist die Tendenz stagnierend bis rückläufig.
Eine knappe Mehrheit der Kantonalparteien ist zwar professionalisiert,
aber mehr als eine Vollzeitstelle können sich die wenigsten Parteien
leisten. Seit Ende der 1980er Jahre hat die Professionalisierung nicht
mehr stark zugenommen.
Die finanziellen Mittel der Kantonalparteien belaufen sich in Nicht-Wahljahren
auf 18 bis 20 Mio. Franken, in Wahljahren auf 30 bis 34 Mio. Franken.
Finanziert werden die Parteien vor allem durch ihre Mitglieder und
Mandatsträger. Der Spendenanteil ist gering. Rund 60 Prozent
der Kantonalparteien von SVP und SP geben an, im Vergleich zu früher
über real mehr Geld zu verfügen, rund 60 Prozent der Kantonalparteien
von FDP und CVP haben real weniger Geld.
Was die parteiinternen Macht- und Einflussstrukturen anbelangt, so
zeigt sich in den letzten Jahren eine Verlagerung hin zu Parteiführung
und zu den Mandatsträgern.
Auch wenn die programmatische Arbeit zugunsten der Tagespolitik eher
etwas in den Hintergrund gerückt ist, bestehen klare politische
Differenzen zwischen den Parteien. Je stärker eine politische
Partei in die Mitte des politischen Spektrums rückt, desto grösser
werden auch die parteiinternen Unterschiede.
Als problematisch erachten die Parteien vor allem die fehlenden Ressourcen.
Sie gehen davon aus, dass sie bei der Rekrutierung neuer Mitglieder,
bei der Beschaffung finanzieller Mittel und bei der Professionalisierung
der politischen Arbeit inskünftig grössere Anstrengungen
unternehmen müssen.
Trotz Professionalisierung und stagnierender Mitgliederzahlen und
obschon als Reaktion auf die höheren Anforderungen der Politik
ein Trend zu mehr operativen Freiheiten der Parteiführungsgremien
auszumachen ist, sind die Schweizer Parteien noch weit davon entfernt,
sich zu professionellen Wählervereinen ohne jeden Rückhalt
in der Bevölkerung zu entwickeln. Die Rekrutierung neuer Mitglieder
wird nach wie vor als wichtige Aufgabe erachtet, und auch der politischen
Orientierung kommt eine grosse Bedeutung zu. Probleme ergeben sich
für die Parteien aus den knappen finanziellen Ressourcen und
aus der allzu starken Segmentierung in Kantonal-, Bezirks- und Lokalparteien.
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