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Forschungsplan
/ Fragebogen |
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> Forschungsplan der 2002er-Befragung
(Lokalparteien) |
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> Fragebogen der 2002er-Befragung (Lokalparteien) |
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> Forschungsplan der 1997er-Befragung
(Kantonalparteien) |
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> Fragebogen der 1997er-Befragung (Kantonalparteien) |
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> Fragebogen der 1989er-Befragung (Lokalparteien) |
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Zusammenfassung des Forschungsplans zur 2002er-Befragung
Dieses Forschungsprojekt schliesst eng an einen von denselben Gesuchstellern
im Jahre 1989-92 durchgeführte empirische Untersuchung an, in
deren Verlauf zum ersten Mal vielseitige Basisinformationen über
alle Kategorien lokaler Parteigruppen in allen drei Landesteilen der
Schweiz erhoben worden sind.
Die geplante Untersuchung hat zwei Ziele:
1) Durch replikative Anwendung desselben Fragebogens auf dieselben
(bzw. inzwischen neu gegründete) Lokalparteien soll die Möglichkeit
erschlossen werden, Entwicklungstrends im Zeitraum 1989-2002 empirisch
zu erfassen und kausal auf Wandlungen des kommunalen Umfelds (die
aus dem Vergleich der nationalen Zensusdaten 1990 und 2000 erschlossen
werden) zu beziehen.
Im Besonderen stellt sich die Frage, 1. welche generellen
Wandlungen auf der Ebene (a) der Mitgliederstruktur, (b) der inneren
Parteiorganisation, (c) der Finanzmittel, (d) der ideologischen und
sachpolitischen Einstellungsmuster, (e) der kommunalpolitischen Aktivitäten,
(f) der Kandiodatenrekrutierung, Wahlkampfführung und Ämterbesetzung
und (g) der Beziehungen zur kantonalen (bzw. landesweiten) Mutterpartei
innerhalb dieses Zeitraums stattgefunden haben;
2. wie diese Veränderungen durch die sozio-demographischen, strukturellen
und ökonomischen Wandlungen determiniert sind, die in der Standortgemeinde
dieser Lokalparteien in derselben Zeitperiode stattgefunden haben.
2) Durch Applikation einer zusätzlichen Fragebatterie sollen
Basisinformationen über neue, in der vorgängigen Untersuchung
noch nicht thematisierte Entwicklungen erhoben werden. Im besonderen
geht es darum, die Position der Lokalparteien zu neuen (bzw. zukünftig
relevanten) sachpolitischen Fragen (z. B. Asylpolitik und Ausländerstimmrecht)
sowie über den Einsatz neuer digitaler Medien (WWW, Email, SMS
u.a.) für die Binnenkommunikation und die Kommunikation mit der
Aussenwelt (kommunale Öffentlichkeit, Mutterpartei, andere Organisationen
u.a.) zu ermitteln.
Die entsprechenden Daten sollen im Jahre 2002 mittels eines schriftlichen
Surveys (nach dem Muster des beigelegten Fragebogens) erhoben werden,
in den alle Präsident(inn)en der momentan ca 5'000 Lokalparteien
in allen drei Sprachregionen einbezogen werden.
Nachdem bereits der Survey von 1989 aufgrund der umfassenden Stichprobe
und der Breite der erhobenen Informationen als weltweit einmaliges
Forschungsunternehmen internationale Anerkennung gefunden hat, wird
die neue Untersuchung zusätzlich äusserst umfangreiche Möglichkeiten
der diachronen Analyse eröffnen, die sowohl in deskriptiver Weise
(für die adäquate Erfassung aktueller Entwicklungstrends)
wie auch in explanatorischer Hinsicht (für die Sicherung kausaler
Determinationsbeziehungen) unerlässlich sind.
Leitgebend ist dabei die Überlegung, dass auf der kommunalen
Ebene sehr viele generelle, auch auf höheren Niveaus relevante
Trends schweizerischer Politik sichtbar werden: insbesondere all jene
Entwicklungen, die von den aktuellen demographischen sozio-ökonomischen
und kulturellen Wandlungen innerhalb der Bevölkerung ausgehen
(und auf Kantons und Bundesebene oft erst später zum vollen Ausdruck
kommen). |
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Zusammenfassung des Forschungsplans zur 1997er-Befragung
Zwei Ziele liegen diesem Forschungsvorhaben zugrunde: Zum einen soll
das bis anhin wenig bekannte Innenleben der Schweizer Parteien systematisch
und umfassend erforscht werden, zum anderen geht es darum, den Wandel
der Parteien und ihrer Organisationen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts
zu erfassen und Hinweise auf mögliche Entwicklungsszenarien zu
erhalten.
Trotz teilweise erheblichen Zweifeln an ihrer Leistungsfähigkeit
sind die politischen Parteien nach wie vor zentraler Bestandteil des
politischen Systems der Schweiz. Die Sozialwissenschaften haben sich
jedoch in den letzten Jahren kaum mehr mit den politischen Parteien
befasst und sich vor allem neueren politischen Phänomen (Macht
der Interessenverbände, neue soziale Bewegungen, steigende Zahl
von Initiativen und Referenden u. a.) zugewandt. Die tiefgreifenden
Auswirkungen des sozialen Wandels auf die politischen Parteien sind
kaum thematisiert und systematisch analysiert worden. Ganz allgemein
besteht zudem die Tendenz, Bedeutung und Einfluss der Parteien zu
unterschätzen. Die Vorstellung von den schwachen, krisengeschüttelten
Schweizer Parteien konnte beispielsweise erst in jüngster Zeit
durch Erkenntnisse über ihre starke Verbreitung in den Gemeinden
etwas relativiert werden (vgl. Geser et al. 1994, Ladner 1991). Es
steht ausser Zweifel, dass es auch in Zukunft politische Parteien
geben wird. Es stellen sich jedoch eine Reihe von Fragen: Wie werden
diese Parteien organisiert sein? Wessen Interessen werden sie im politischen
System vertreten? Welche Bedeutung wird ihrer programmatischen Orientierung
zukommen? Wie werden sie in der öffentlichkeit in Erscheinung
treten?
Die politischen Parteien verstehen sich auch heute noch als Mitglieder-
und Volksparteien. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass
dies nur noch in bedingtem Masse zutrifft. Gemäss unserer Haupthypothese
entwickeln sie sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts von Volksparteien
mit relativ starken Mitglieder- und Wählerbindungen und spezifischen
politischen Zielen zu zentralisierten und professionalisierten Eliteorganisationen,
für die programmatische Inhalte vor allem Mittel zum Zweck sind.
Auf der Suche nach Ressourcen und Unterstützung orientieren sich
die Parteien verstärkt nach aussen. Zum primären Ziel wird
die Sicherung einer grösstmöglichen Zahl an Wählerstimmen.
Die eigentliche Parteibasis, ihre Mitglieder und festen Anhänger
verlieren demgegenüber an Bedeutung. Zur überprüfung
der Hypothese soll der Wandel der Parteien seit 1960 erfasst und nachgezeichnet
werden. Insbesondere interessiert die Veränderung der Mitgliederzahlen
und der Zahl der Suborganisationen (Lokalparteien, andere Parteigruppen),
Entwicklungen innerhalb der Parteiorganisationen (Grösse der
Sekretariate, Professionalisierung), Veränderungen der parteiinternen
Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung, Stellenwert des Parteiprogramms
und Entwicklung der Parteifinanzen.
In einer ersten Phase des Forschungsprojektes werden ausgewählte
Jahresberichte, Statuten und Parteiprogramme analysiert und die Erkenntnisse
mit Hilfe von Experteninterviews vertieft. Das Hauptgewicht des Forschungsvorhabens
liegt bei einer kombinierten schriftlichen und telefonischen Befragung
bei den rund 150 kantonalen Parteisekretariaten und den Sekretariaten
der 11 wichtigsten nationalen Parteien. Und schliesslich sollen mit
Fallstudien bei ausgewählten Parteien die wichtigsten Entwicklungsmuster
besonders herausgearbeitet werden. |
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