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4. Beziehungen der Gemeinden zu ihrer Umwelt

François Höpflinger: Kooperation mit anderen Gemeinden und mit Privaten (37kB)

In diesem Beitrag werden zwei bedeutsame Formen 'grenzüberschreitender Zusammenarbeit' vorgestellt und diskutiert: Zum ersten wird die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden in Form von Zweckverbänden oder anderen vertraglichen Vereinbarungen analysiert. Zum zweiten wird die Kooperation mit privaten Experten und Firmen untersucht. In beiden Fällen handelt es sich um Kooperationsformen, die in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen haben und die auch in Zukunft zentral sein werden. 

Andreas Ladner/Urs Meuli: Interkommunale Zusammenarbeit im Kanton Zürich (pdf, 194 KB)

2001 hat die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich das soziologische Institut der Universität Zürich (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern) beauftragt, eine Studie zu den Zweckverbänden im Kanton Zürich durchzuführen und die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Funktionieren der Zweckverbände zu untersuchen. 

Jan Fivaz / Daniel Schwarz: Gemeindereformen im Kanton Aargau

Rahmenbedingungen und Einstellungen der Bevölkerung zu Fusionen und Kooperation anhand einer Fallstudie in den Gemeinden Endingen und Unterendingen.

Hans Geser: Zwischen Aufgabenzuwachs und Autonomieverlust (122kB)

Der moderne Staat ist immer mehr auf leistungsfähige Gemeinden an gewiesen, weil ein immer grösserer Teil aller öffentlichen Aufgaben de zentral erledigt werden muss. Dadurch verlieren die Gemeinden einerseits in vielen Bereichen ihre angestammte Autonomie. Andererseits aber gewinnen sie neue Handlungsspielräume, wenn sie im Umgang mit Kanton und Bund Geschick beweisen und die zusätzlichen überlokalen Ressourcenquellen für ihre eigenen Zwecke nutzen. 

Hans Geser: Die Beziehungen der Gemeinde zur kantonalen Ebene (96kB)

Die Ergebnisse einer gesamtschweizerischen Untersuchung gibt Aufschluss, wie sich die Kooperations- und Abhängigkeitsbeziehungen der Gemeinden zu den Kantonen im Zeitdraum 1984 bis 1994 verändert haben. Es zeigt sich, dass die Mehrzahl der Gemeinden in dieser Periode gleichzeitig eine Zunahme der kommunalen Aufgaben und eine Verringerung dekommunalen Autonomie registrieren. Gleichzeitig bestätigen sich aber auch die differenzierenden Hypothesen der "Politikverflechtungstheorie", die besagen, dass die Gemeinden als Folge dieser eben genannten Doppelentwicklung keineswegs nur eine Einengung angestammter Handlungsspielräume, sondern auch eine gewisse Expansion neuer Spielräume erfahren. Erwartungsgemäss werden derartige Entwicklungen auch durch Eigenheiten der Gemeinde und ihres politischen Umfelds mitbeeinflusst. So zeigt sich, dass wohlhabendere und in kleineren Kantonen beheimatete Gemeinden besonders gut in der Lage gewesen sind, ihren angestammten Autonomiespielraum beizubehalten oder gar zu expandieren.

Hans Geser: Antizipierte Auswirkungen eines Beitritts der Schweiz zur EU auf die Schweizer Gemeinden (106kB)

Die Chefbeamten (Schreiber) der Schweizer Germeinden unterscheiden sich stark darin, welche Auswirkungen eines möglichen Schweizer Eu-Beitritts auf ihre Gemeinde sie antizipieren. Angesichts der bekannten demoskopischen Befunde und Abstimungsergebnisse überrascht nicht, dass im deutschen Sprachraum die negativsten und in der französischen Schweiz die positivsten Meinungen bestehen, während das Tessin eine - generell eher der Deutschschweiz ähnelnde - Mitttelstellung einnimmt.
Die Divergenzen zwischen der deutschen Schweiz und der Romandie werden aber dadurch relativiert, dass sie am stärksten bei den kleineren (besonders den ausserhalb der Agglomerationsgürtel liegenden) Gemeinden in Erscheinung treten, während die Städte (und in teilweise auch die suburbanen Kommunen) beider Sprachregionen zumindest in der Beurteilung wirtschaftlicher Auswirkungen relativ stark konvergieren.
Im Vergleich zur Sprachregion, Bevölkerungsgrösse und geographischen Lage bleibt die kausale Bedeutung anderer Faktoren gering und auf einzelne Aspekte begrenzt. Im besonderen gibt es keine Hinweise dafür, dass Gemeinden mit gut ausgebildeter und wohlhabender Bevölkerung und/oder mit moderner Wirtschaftsstruktur der Frage einer europäischen Integration der Schweiz offener gegenüberstünden. 

Thomas Hügli: FOCJ: Die Gemeinden von morgen?

Diese Arbeit stellt das 1995 veröffentlichte Konzept der FOCJ (functional, overlapping, competing jurisdictions) und seine vier Hauptmerkmale vor und erläutert die Einsatz-möglichkeiten in der Schweiz. Dabei wird deutlich, dass es von den Kantonen und Parteien abhängt, ob die FOCJ in der Schweiz künftig eine wichtige Rolle spielen und als "Gemeinden von morgen" bezeichnet werden können. Eine weitere interessante Frage ist jene, ob die Kirchgemeinden die an FOCJ gestellten Anforderungen erfüllen und somit bereits eine praktische Anwendung des Konzeptes besteht. Aufgrund der Analyse kann behauptet werden, dass die typische Kirchgemeinde zwar in vielem einem FOCUS ähnelt, dass jedoch nicht alle vier Merkmale erfüllt sind.

Claudia Wohlfahrtstätter: FOCJ - eine Alternative zur bestehenden schweizerischen Gemeindegliederung (Ökonomischer Ansatz zur Erbringung staatlicher Leistungen)

1. Die rechtlichen Voraussetzungen
2. Politische Aspekte

Der neue Ansatz zur Erbringung staatlicher Leistungen beruht auf dem polit-ökonomischen Konzept von überlappenden, funktionalen Jurisdiktionen-FOCJ. Teilweise existieren FOCJ in der Schweiz auf Gemeindeebene in Form von Spezialgemeinden. Inwiefern FOCJ-Kriterien von den verschiedenen Gemeindearten erfüllt werden, ist Gegenstand dieser Arbeit.

Herausgebergremium 
     
Dr. Andreas Ladner  Prof. Dr. Hans Geser  Katia Horber-Papazian
     

 

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aktualisiert am 23.04.2009