Über das Forschungsprojekt

Hat das Links-rechts-Schema in der Politik an Relevanz verloren? Oder sind die Parteien heute gar stärker polarisiert? Welche Bevölkerungsgruppen sind  politisch aktiver geworden, und wie hat sich die Parteiorientierung verschiedener Alters- und Berufsgruppen verändert? Erhöhen oder verringern sich die Finanzmittel, die den Parteien für Wahlkämpfe zur Verfügung stehen? Sind Parteien demokratischer oder elitärer geworden, und haben sie ihre Aktivitäten auf neue Schwerpunkte verschoben? Haben sich die Divergenzen zwischen Stadt und Land oder zwischen den Sprachregionen verringert oder verstärkt?


Diese und viele andere Aspekte des aktuellen politischen Wandels  werden hier auf der Basis empirischer Forschungsergebnisse diskutiert. Die Ergebnisse stammen aus zwei schriftlichen Umfragen bei allen Parteipräsident(inn)en der Schweizerischen Lokalparteien, die 1989 und 2002/03 stattgefunden haben: Beidemale haben sich ca. 2600 Ortsgruppen daran beteiligt.
Die Stichproben (Grundgesamtheit ca. 5000): 

 
1989
2002
deutsch
2'039
1'994
französich
336
399
italienisch
263
262


In den beiden (praktisch identischen) Fragebogen wurden die Informanten gebeten, über die ideologischen und sachpolitischen Orientierungen,  die Anhängerstruktur, die Finanzierung, die Binnenorientation und die politischen Aktivitäten ihrer Gruppierung Auskunft zu geben.
Dadurch bietet sich die Chance, Wandlungen des politischen Systems im allgemeinen und des Parteiensystems gewissermasssen "von unten her" (d. h. aus der Perspektive kommunaler Anhängerschaften und Politikprozesse)  präzise zu erfassen und danach zu fragen, ob und wie sie durch Veränderungen in der  Bevölkerungsstruktur der. Kultur und Gesellschaft verursacht werden.

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