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Analytischer Teil Erstes Kapitel: Wert und Geld. (S. 3-100)
Wirklichkeit und Wert als gegeneinander selbständige Kategorien, durch die unsere Vorstellungsinhalte zu Weltbildern werden. Die psychologische Tatsache des objektiven Wertes. Das Objektive in der Praxis als Normierung oder Gewähr für die Totalität des Subjektiven. Der wirtschaftliche Wert als Objektivation subjektiver Werte, vermöge der Distanzierung zwischen dem unmittelbar genießenden Subjekt und dem Gegenstand. Analogie- der ästhetische Wert. Die Wirtschaft als Distanzierung (durch Mühen, Verzicht, Opfer) und gleichzeitige Überwindung derselben. 3-29 Der Tausch als Veranlassung für die Enthebung des Gegenstandes aus seiner bloß subjektiven Wertbedeutung: in ihm drücken die Dinge ihren Wert durch einander aus. Der Wert des Gegenstandes dadurch objektiviert, daß für ihn ein anderer hingegeben wird. Der Tausch als Lebensform und als Bedingung des wirtschaftlichen Wertes, als primäre wirtschaftliche Tatsache. Reduktion der Brauchbarkeits- und Seltenheitstheorie. Der sozial fixierte Preis als Vorstufe des sachlich regulierten. S. 30-61 Einordnung des wirtschaftlichen Wertes in ein relativistisches Weltbild. Beispielsweise Skizzierung des letzteren in erkenntnis-theoretischer Hinsicht: der Aufbau der Beweise ins Unendliche und ihr Umbiegen zu gegenseitiger Legitimierung. Die Objektivität der Wahrheit wie die des Wertes als Relation subjektiver Elemente. Das Geld als der verselbständigte Ausdruck der Tauschrelation, durch die die begehrten Objekte zu wirtschaftlichen werden, der Ersetzbarkeit der Dinge. Erläuterung dieses Wesens des Geldes an seiner Wertbeständigkeit, seiner Entwicklung, seiner Objektivität. Das Geld als eine Substanziierung der allgemeinen Seinsform, nach der die Dinge ihre Bedeutung an einander, in ihrer Gegenseitigkeit, finden. S. 62-100
Zweites Kapitel: Der Substanzwert des Geldes. (S.101-196) Ein Eigenwert des Geldes für seine Funktion, Werte
zu messen, scheinbar erforderlich. Widerlegung durch Verwandlung der unmittelbaren
Äquivalenz zwischen der einzelnen Ware und der einzelnen Geldsumme
in die Gleichheit zweier Proportionen: zwischen jener und dem momentan
wirksamen Gesamtwarenquantum einerseits, und dieser und dem momentan wirksamen
Gesamtgeldquantum andrerseits. Unbewußtheit der Nenner dieser Brüche.
Logische Möglichkeit einer von allem Substanzwert unabhängigen
Geldfunktion. Ursprüngliche Erfordertheit wertvollen Geldes. Entwicklung
der Äquivalenzvorstellungen über dieses Stadium hinaus und auf
den reinen Symbolcharakter des Geldes zu. S. 101-128
Der Verzicht auf die nicht-geldmäßigen Verwendungen
der Geldsubstanz. Erster Grund gegen das Zeichengeld: die GeldWaren-Relationen,
die den Eigenwert des Geldes überflüssig machen würden,
nicht genau erkennbar; sein Eigenwert als Ergänzung dieser Unzulänglichkeit.
Zweiter Gegengrund: die unbegrenzte Vermehrbarkeit der Geldzeichen; die
relativistische Gleichgültigkeit gegen die absolute Höhe des
Geldquantums und ihre Irrungen. Die unvollendbare Entwicklung des Geldes
von seiner substanziellen zur relativistischen Bedeutung als Fall eines
allgemeinen Verhaltens; die Wirklichkeit als gegenseitige Einschränkung
reiner Begriffe. S. 129-150
Geschichtliche Entwicklung des Geldes von der Substanz
zur Funktion; soziologische Bedingtheit derselben. Die sozialen Wechselwirkungen
und ihre Kristallisierung zu Sondergebilden; das gemeinsame Verhältnis
von Käufern und Verkäufern zu der sozialen Einheit als soziologische
Voraussetzung des Geldverkehrs. Größe und Kleinheit, Lockerheit
und Konzentriertheit des Wirtschaftskreises in ihrer Bedeutung für
den Substanzcharakter des Geldes. Der Übergang zum Funktionscharakter an
seinen Einzeldiensten entwickelt: Verkehrserleichterung, Beständigkeit
des Wertmaßes, Mobilisierung und Kondensierung der Werte. Sinkende
Substanzbedeutung und steigende Wertbedeutung des Geldes. S. 151-196
Drittes Kapitel: Das Geld in den Zweckreihen. (S. 197-294) Das Zweckhandeln als bewußte Wechselwirkung zwischen
Subjekt und Objekt. Die Länge der teleologischen Reihen. Das Werkzeug
als das potenzierte Mittel, das Geld als das reinste Beispiel des Werkzeugs.
Die Wertsteigerung des Geldes durch die Unbegrenztheit seiner Verwendungsmöglichkeiten.
Das Superadditum des Reichtums. Unterschied des gleichen Geldquantums als
Teil eines großen und eines kleinen Besitzes; die konsumtive Preisbegrenzung.
Das Geld vermöge seines reinen Mittelcharakters als Domäne der
Persönlichkeiten, die dem sozialen Kreise unverbunden sind. S. 197-228
Das psychologische Auswachsen der Mittel zu Zwecken; das
Geld als extremstes Beispiel. Die Abhängigkeit seines Zweckcharakters
von den kulturellen Tendenzen der Epochen. Psychologische Folgen der teleologischen
Stellung des Geldes: Geldgier, Geiz, Verschwendung, asketische Armut, moderner
Zynismus, Blasiertheit. S. 229-266
Die Quantität des Geldes als seine Qualität. Die subjektiven Unterschiede der Risikoquoten. Allgemeine Erscheinung qualitativ ungleichmäßiger Folgen von quantitativ abgeänderten Ursachen. Die Schwelle des ökonomischen Bewußtseins. Die Unterschiedsempfindlichkeit in Hinsicht wirtschaftlicher Reize. Die Verhältnisse zwischen äußeren Reizen und Gefühlsfolgen auf dem Gebiet des Geldes. Bedeutung der personalen Einheit des Besitzers. Das sachliche und das kulturelle Verhältnis von Form und Quantum, von Quantität und Qualität der Dinge und die Bedeutung des Geldes für dasselbe. S. 267-294 Synthetischer Teil Viertes Kapitel: Die individuelle
Freiheit. ( S. 297-386)
Die mit Verpflichtungen zusammenbestehende Freiheit danach
abgestuft, ob jene sich auf die Persönlichkeit oder auf die Arbeitsprodukte
erstrecken; die Geldverpflichtung als die Form, mit der die äußerste
Freiheit vereinbar ist. Einstellung in das Problem der Maximisierung der
Werte durch den Besitzwechsel. Kulturelle Steigerung der Personenzahl,
von der man abhängt, unter gleichzeitigem Sinken der Bindungen an
individuell bestimmte Personen. Das Geld als der Träger der unpersönlichen
Beziehungen zwischen Personen und dadurch der individuellen Freiheit. S. 297-321
Der Besitz als Tun. Gegenseitige Abhängigkeit zwischen
Haben und Sein. Gelöstheit derselben vermittels des Geldbesitzes.
Unfreiheit als Verflechtung psychischer Reihen ineinander: am geringsten
bei Verflechtung je einer mit dem Allgemeinsten der anderen Reihe. Anwendung
auf die Bindung durch das ökonomische Interesse. Freiheit als Ausprägung
des Ich an den Dingen, als Besitz. Unbedingte und bedingte Nachgiebigkeit
des Geldbesitzes gegenüber dem Ich. S. 322-356
Differenzierung von Person und Besitz: räumliche
Distanzierung und technische Objektivierung durch das Geld. Die Trennung
der Gesamtpersönlichkeit von ihren einzelnen Leistungen und deren
Folgen für die Leistungsäquivalente. Verselbständigung des
Individuums der Gruppe gegenüber und neue Assoziationsformen vermöge
des Geldes; der Zweckverband. Allgemeine Beziehungen zwischen der Geldwirtschaft
und dem Prinzip des Individualismus. S. 357-386
Fünftes Kapitel: Das Geldäquivalent personaler Werte. (S. 387- 479) Das Wergeld. Der Übergang von der utilitarischen
zu der objektiven und der absoluten Wertung des Menschen. Die Geldstrafe
und die Kulturstufen. Das Vorschreiten der Differenzierung des Menschen
und der Indifferenz des Geldes als Ursache ihrer wachsenden Inadäquatheit.
Die Kaufehe und der Wert der Frau. Die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern
und die Mitgift. Die typische Beziehung zwischen Geld und Prostitution,
ihre Entwicklung analog der Mordsühne. Die Geldheirat. Die Bestechung.
Das Vornehmheitsideal und das Geld. S. 387-437
Die Umwandlung von Rechten spezifischen Inhalts in Geldforderungen.
Die Erzwingbarkeit. Die Umsetzung von Sachwerten in Geldwert: der negative
Sinn der Freiheit und die Entwurzelung der Persönlichkeit. Die Wertdifferenz
zwischen persönlicher Leistung und Geldäquivalent. S. 438-455
Das Arbeitsgeld und seine Begründung. Die Gratisleistung
des Geistes. Die Höhenunterschiede der Arbeit als Quantitätsunterschiede.
Die Muskelarbeit als Arbeitseinheit. Der Wert physischer Leistung auf den
der psychischen Leistung reduzierbar. Die Nützlichkeitsunterschiede
der Arbeit als Gegengrund gegen das Arbeitsgeld; dadurch geförderte
Einsicht in die Bedeutung des Geldes. S. 456-479
Sechstes Kapitel: Der Stil des Lebens. (S. 480-585) Durch die Geldwirtschaft vermitteltes Übergewicht
der intellektuellen über die Gefühlsfunktionen; Charakterlosigkeit
und Objektivität des Lebensstiles. Die Doppelrolle des Intellekts
wie des Geldes; ihrem Inhalte nach überpersönlich, ihrer Funktion
nach individualistisch und egoistisch; Beziehung zu dem Rationalismus des
Rechtes und der Logik. Das rechnende Wesen der Neuzeit. S. 480-501
Der Begriff der Kultur. Steigerung der Kultur der Dinge,
Zurückbleiben der Kultur der Personen. Die Vergegenständlichung
des Geistes. Die Arbeitsteilung als Ursache für das Auseinandertreten
der subjektiven und der objektiven Kultur. Gelegentliches Übergewicht
der ersteren. Beziehung des Geldes zu den Trägern dieser Gegenbewegungen.
S. 502-533
Die Änderungen der Distanz zwischen dem Ich und den Dingen als Ausdruck für die Stilverschiedenheiten des Lebens. Moderne Tendenzen auf Distanz-Vergrößerung und -Verkleinerung. Rolle des Geldes in diesem Doppelprozess. Der Kredit. Die Herrschaft der Technik. - Die Rhythmik oder Symmetrie der Lebensinhalte und ihr Gegenteil. Das Nacheinander und das Nebeneinander beider Tendenzen, die Entwicklungen des Geldes als Analogie und als Träger derselben. - Das Tempo des Lebens, seine Veränderungen und die des Geldbestandes. Die Konzentration des Geldverkehrs. Die Mobilisierung der Werte. Beharrung und Bewegung als Kategorien des Weltverständnisses, ihre Synthese in dem Relativitätscharakter des Seins, das Geld als historisches Symbol desselben. S. 534-585
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| Editorial: |
Prof.
Hans Geser |
Markus
Roth |
Nora Zapata |